Troja - Untergang einer Stadt



Die Geschichte um Troja ist eine der interessantesten Geschichten und Sagen die ich kenne und ich fand diese schon immer besonders. Damals 2004 durfte der elfjährige kleine Daniel mit seiner Mutter und einer Freundin von ihr in den Film Troja. Der von Wolfgang Petersen und David Benioff inszenierte Film war für mich etwas neues und aufregendes. Ich durfte ins Kino, obwohl der Film ab 12 war und ich vorher bei den Herr der Ringe Filmen noch nicht durfte. 

Selbst mit dem Versuch nicht durch meine nostalgischen Erinnerungen den Film zu bewerten, würde ich sagen das wir damals einen sehr guten Versuch bekommen haben, die Geschichte hollywoodtauglich zu machen und durch bewusstes wegstreichen der Sage um Troja die Geschichte auf Filmlänge zu kürzen. 

Doch umso mehr Filme und besonders Serien ich in meinem späteren Leben gesehen habe umso mehr wurde mir bewusst, dass es noch besser geht. Die Geschichte hat nunmal das Potential für eine gute Serie. 

Am 06.04.2018 kam dann die Serie Troja - Untergang einer Stadt bei Netflix raus. Ich habe ehrlich gesagt keinen Trailer gesehen. Das ist für mich untypisch, da ich ehrlich gesagt keine großen Probleme mit Spoilern habe. Dann habe ich mir die Serie angemacht und war erstmal überrascht das die ersten Szenen versprachen die Geschichte um den verlorenen Sohn Paris zu erzählen. Obwohl ich mit dem Darsteller von Paris nicht warm geworden bin, fand ich den Ansatz gut. Doch plötzlich nahm die Serie ein erschreckendes Tempo auf. Total unorthodox und lieblos wurde die Geschichte runtergerattert. Paris ist ein Hirte -> Zufall Paris kämpft gegen die Prinzen Trojas -> Zufall Paris wird als verlorener Sohn wiedererkannt -> Paris ist bockig ->  König Priamos schickt ihn nach Sparta um zu lernen und schwups alles in 30 Minuten erzählt. Meine Zusammenfassung ist aber ähnlich überzeugend geschrieben, wie die Szenen in der Serie dargestellt wurden. 

Ich finde diesen Teil wichtig, weil er eben viel Zeit benötigt. Im Film war Paris direkt ein Sohn Trojas. Doch das war im Endeffekt in Ordnung, da seine Vorgeschichte zuvor passiert ist und da möchte ich lieber keine Vorgeschichte als eine die in Lichtgeschwindigkeit über die Bildschirm rasselt. Schade!

Der zweite Teil von Folge eins wurde vom Tempo extrem verlangsamt. Hier wird die Liebesgeschichte um Paris und Helena gestartet. Doch auf der einen Seite ein Paris der immer noch bockig und unpassend ist. Auf der anderen Seite Helena, die wirklich keine hässliche Frau ist aber bei weitem nicht das auftreten besitzt die schönste Frau der Welt zu sein. Es gibt keine perfekte Besetzung für die schönste Frau der Welt, aber es gibt eine gute Besetzung die das wenigstens rüber bringen kann und jedem Geschmack dies vorgaukeln kann. Diane Kruger hat das damals wirklich gut hinbekommen. 

In der zweiten Folge gehen die Tempo Probleme der Serie weiter. Da diese Serie als Miniserie mit acht Folgen geplant ist sollte man die wesentlichen Punkte zeitlich gut erzählen. Doch diese Folge fühlt sich wie ein Filler an um den Zuschauer hinzuhalten. Doch plötzlich am Ende der Folge geht direkt der Krieg los. 

Die Schlacht fühlt sich falsch an. 2004 wurde das schon um einiges besser umgesetzt. Ein Hauch von 300/ bzw. Spartacus meets Realismus. Doch ein bisschen von beidem war genau falsch und ist einfach nur mies. Finalisiert von einer viel zu langen Szene in der ein Krieger einen Speer von hinten durch den Mund stecken hatte. 

Im Endeffekt habe ich hier einen Daumen runter und die Serie von der Watchlist bei Netflix gelöscht. Dafür ist meine Zeit viel zu wertvoll. 

Im Nachhinein finde ich nur die Besetzung von Odysseus interessant. Achilles wurde von einem dunkelhäutigen gespielt. Ich weiß nicht wie realistisch das wäre, doch da sind die Brad Pitt Erinnerungen zu stark um das gut heißen zu wollen. 

Fazit:


Leider kann ich das noch nichtmal als netten Versuch werten. Ich könnte noch auf Kamera Szenerie undso weiter eingehen. Doch das Ergebnis verdeutlicht sich höchstens weiter. Nichts konnte mich überzeugen. 

Ich kann mir nur wünschen, dass vielleicht mal eine Serie über die Geschichten von Odysseus erzählt wird. Ich würde in einer Staffel als Nebenplot die Hintergrund Geschichte von Paris erzählen und zum Start der neuen Staffel dann nach Sparta schicken und die Legende um Troja beginnen. Natürlich gibt es genug zuvor von Odysseus Reisen zu erzählen. 

Das wars und Cheers!

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